AIRROBO ist in Deutschland vor allem als Hersteller von Saugrobotern und Akkustaubsaugern bekannt — die Marke taucht aber auch bei Online-Händlern wie Otto und Amazon mit eigenen Poolrobotern auf. Lohnt sich der Griff zur Budget-Marke, oder fehlt hier das, was etablierte Hersteller wie Aiper und Beatbot ausmacht: der unabhängige Beleg für die beworbene Leistung?
Quick Answer: AIRROBO bietet mit dem kabellosen CP40 (Dreifach-80-Watt-Motor, bis zu 5.000 GPH Saugleistung, 120 Minuten Laufzeit, Wandklettern bis 90°, ab ca. 400 €) und dem akkubetriebenen PC100 (Boden- und Wandreinigung, 2-2,5 Stunden Laufzeit, ab ca. 595 €) zwei unterschiedlich ausgestattete Poolroboter an. Der entscheidende Unterschied zu den auf dieser Seite sonst verglichenen Marken: Weder netzwelt.de noch homeandsmart.de haben je ein AIRROBO-Modell unabhängig getestet — die einzige Bewertung ist eine Amazon-Kundenrezession mit 4,4 von 5 Sternen bei nur 14 Rezensionen (Stand Oktober 2026).
AIRROBO-Modelle im Vergleich
| Kriterium | AIRROBO CP40 | AIRROBO PC100 | Zum Vergleich: Aiper Scuba S1 |
|---|---|---|---|
| Reinigungsart | Boden, Wand, Wasserlinie | Boden, Wand (S-Modus) oder nur Boden (F-Modus) | Boden, Wand, Wasserlinie |
| Motor/Saugkraft | 3x 80-Watt-Motoren, bis 5.000 GPH | Nicht vom Hersteller angegeben | 3-Motoren-System |
| Laufzeit pro Ladung | ca. 120 Minuten | 2-2,5 Stunden (Ladezeit 2,5-3h) | ca. 90-150 Min. je Modellvariante |
| Wandklettern | bis 90°, Steigungen bis 45° | bis 90° | bis 90° |
| Unabhängiger Test | Keiner gefunden | Keiner gefunden (nur 4,4★/14 Amazon-Rezensionen) | Mehrfach getestet (siehe unsere Einzelbewertung) |
| Preis | UVP 1.197 €, ab ca. 400 € im Angebot | UVP ca. 700 €, ab ca. 595 € | ab ca. 549 € |
AIRROBO CP40
- Dreifach-80-Watt-Motoren mit bis zu 5.000 GPH Saugleistung laut Hersteller-Datenblatt.
- Reinigt Boden, Wand und Wasserlinie, klettert Wände bis 90° und Steigungen bis 45°.
- App-Steuerung über Bluetooth, rund 120 Minuten Laufzeit pro Ladung.
Der fehlende Beleg: kein unabhängiger Test
Bei jeder etablierten Marke auf dieser Seite — ob Aiper, Beatbot oder zuletzt Ecovacs — können wir uns auf ein unabhängiges Testergebnis von netzwelt.de, homeandsmart.de oder einem vergleichbaren Fachportal stützen. Bei AIRROBO fehlt dieser Beleg komplett: Keines der beiden Portale hat bislang ein Modell der Marke getestet. Die einzige öffentlich zugängliche Bewertung des PC100 ist eine Amazon-Kundenrezension mit 4,4 von 5 Sternen — bei gerade einmal 14 Rezensionen eine Stichprobe, die kaum belastbare Rückschlüsse auf Langzeithaltbarkeit oder reale Reinigungsleistung erlaubt.
Das deckt sich mit einer Beobachtung aus unserem Otto-Händlerratgeber: Dort fiel auf, dass gerade die am wenigsten bekannten Marken — darunter auch AIRROBO selbst, Ultenic und EVERCROSS BOT — mit den höchsten UVP-Rabatten werben. Auch Gosvor folgt diesem Muster, wenn auch mit moderateren Rabatten (ca. 31 % beim LiteVac G1) — dort allerdings mit einer zusätzlichen Komplikation: zwei technisch sehr unterschiedliche Modelle unter nahezu identischem Namen. redroad treibt diese Verwechslungsgefahr noch weiter: Dort stecken sogar zwei komplett verschiedene Gerätekategorien (Boden-Reinigungsroboter und ein Solar-Oberflächenskimmer) unter demselben Markennamen — ebenfalls ohne jeden unabhängigen Test. Beim CP40 liegt dieser Rabatt laut Otto-Listung bei rund 67 % (ab ca. 400 € statt UVP 1.197 €), beim PC100 bei rund 15 % (595 € statt rund 700 €). Ohne unabhängige Prüfung lässt sich nicht beurteilen, ob eine UVP von 1.197 € für den CP40 je ernsthaft am Markt verlangt wurde — sie kann ebenso gut ein reiner Ankerpreis sein, der den tatsächlichen Rabatt optisch aufbläst.
Laufzeit: der PC100 fällt gegenüber dem CP40 zurück
Ein konkreter technischer Unterschied zwischen den beiden AIRROBO-Modellen: Der CP40 schafft laut Hersteller rund 120 Minuten pro Ladung bei vollem Funktionsumfang (Boden, Wand, Wasserlinie). Der PC100 kommt laut eigenem Datenblatt nur auf 2 bis 2,5 Stunden Laufzeit — bei einer Ladezeit von 2,5 bis 3 Stunden liegt das Verhältnis von Lade- zu Reinigungszeit damit ungünstiger als bei vielen etablierten Konkurrenten. Zum Vergleich: Der Dolphin Liberty 300 ist laut Maytronics-Datenblatt im Eco-Modus für einen kompletten Wochenzyklus mit 3x 30-Minuten-Reinigungen ausgelegt — ein Betriebskonzept, das auf dauerhafte, planbare Nutzung statt auf eine einzelne lange Sitzung setzt.
Für wen könnte ein AIRROBO-Modell trotzdem interessant sein?
- Sehr knappes Budget, Risikobereitschaft vorhanden: Der CP40 deckt auf dem Papier denselben Funktionsumfang (Boden, Wand, Wasserlinie) ab wie deutlich teurere Markengeräte — ganz ohne unabhängige Bestätigung der Werte.
- Kleiner Pool, gelegentliche Nutzung: Die kürzere Laufzeit des PC100 fällt bei kleineren Becken weniger ins Gewicht als bei großen Pools.
- Sicherheit durch Testergebnisse wichtig: Hier bist du bei Aiper, Beatbot oder Ecovacs besser aufgehoben — alle drei haben mindestens einen dokumentierten unabhängigen Test vorzuweisen.
Fazit
AIRROBO positioniert sich mit dem CP40 und dem PC100 klar im unteren Preissegment — auf dem Datenblatt mit konkurrenzfähigen Werten (Dreifach-Motor, 5.000 GPH, Wandklettern bis 90°). Was fehlt, ist die unabhängige Bestätigung dieser Angaben: Kein Fachportal hat die Marke bislang getestet, und die einzige Kundenbewertung stützt sich auf eine zu kleine Stichprobe, um verlässlich zu sein. Die teils sehr hohen UVP-Rabatte (bis 67 % beim CP40) solltest du daher mit Vorsicht betrachten. Wer auf dokumentierte Testergebnisse Wert legt, findet sie bei etablierten Marken wie Aiper oder Beatbot — einen vollständigen Marken- und Preisüberblick bietet unser Poolroboter Marken-Vergleich.