Die Badesaison ist vorbei, aber dein Poolroboter soll auch nächstes Jahr noch zuverlässig laufen? Quick Answer: Reinige Filter und Gehäuse gründlich, lagere den Akku bei 40-80 % Ladezustand (die genaue Empfehlung variiert je nach Hersteller, aber niemals komplett leer oder voll) bei Zimmertemperatur zwischen 7 und 30 °C, und bewahre den Roboter trocken sowie frostfrei auf — am besten im Keller oder Technikraum, nicht im unbeheizten Gartenhaus. Prüfe den Akku während der Winterpause alle drei Monate nach und lade ihn bei Bedarf nach, damit er im Frühjahr noch die volle Kapazität hat.

Wann solltest du mit dem Einwintern beginnen?

Spätestens wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter rund 15 °C fällt und du den Pool für die Saison schließt, sollte der Poolroboter aus dem Wasser. Je länger ein Akku-Gerät ungenutzt im kalten oder feuchten Außenbereich steht, desto größer das Risiko für Korrosion an Kontakten und eine beschleunigte Akku-Alterung.

Schritt-für-Schritt-Checkliste zum Einwintern

SchrittWas du tust
1. ReinigenFilterkorb bzw. Filterbeutel gründlich mit klarem Wasser ausspülen
2. TrocknenFilter komplett trocknen lassen, bevor er verstaut wird
3. TrennenFilter getrennt vom Roboter lagern, nicht eingesetzt lassen
4. Kontakte reinigenLadekontakte mit verdünntem Essig- oder Zitrusreiniger säubern und gut abtrocknen
5. Akku einstellenAuf 40-80 % Ladezustand bringen (herstellerabhängig, siehe unten)
6. Kabel lösenLadekabel trennen und separat aufbewahren, Roboter nicht unter Spannung lagern
7. VerstauenTrocken, frostfrei, geschützt vor direkter Sonne — z. B. Keller oder Technikraum

Akku richtig lagern: Warum der Ladezustand entscheidend ist

Hier zeigt sich ein interessantes Detail, wenn man mehrere Herstellerquellen vergleicht: BWT empfiehlt für die eigene F1-Line/Essential/Aquabot-Serie ausdrücklich 70-80 % Ladezustand beim Einwintern, während andere Fachquellen zur Lithium-Ionen-Akku-Lagerung allgemein einen niedrigeren Bereich von rund 40-70 % nennen. Die Empfehlungen weichen also je nach Quelle leicht voneinander ab — worin sich aber alle einig sind: Ein Akku, der komplett entladen oder zu 100 % voll überwintert, altert nachweislich schneller als einer, der irgendwo dazwischen liegt. Bist du unsicher, orientierst du dich am besten an der Bedienungsanleitung deines konkreten Modells; liegt keine konkrete Angabe vor, ist ein Ladezustand von etwa 50-60 % ein sicherer Mittelweg.

Genauso wichtig wie der Ladezustand ist die Lagertemperatur: Sicherheitsrichtlinien für Lithium-Ionen-Akkus nennen einen Idealbereich von 7 bis 30 °C — also normale Zimmertemperatur. Wird es kälter, kann Frost den Akku irreversibel schädigen; wird es wärmer oder steht der Akku in direkter Sonne, beschleunigt das die Alterung zusätzlich. Ein unbeheiztes Gartenhaus oder ein zugiger Schuppen sind damit denkbar schlechte Lagerorte, auch wenn sie praktisch näher am Pool liegen.

Zusätzlich empfehlen Herstellerquellen, den Akku während der Winterpause alle drei Monate kurz zu prüfen und bei Bedarf nachzuladen — ein Akku, der über mehrere Monate ungeprüft in einem Extremzustand verharrt, verliert spürbar an Kapazität.

Der richtige Lagerort

Vermeide beim Reinigen vor dem Einwintern außerdem scharfe Chemikalien und Hochdruckreiniger — beides kann Dichtungen und empfindliche Elektronik beschädigen.

Aufbewahrungstasche für Poolroboter

Schützt Gehäuse und Bürsten während der Winterlagerung vor Staub und Stößen
  • Achte beim Kauf auf ausreichend Innenraum für Kabel und Filterkorb.
  • Eine gepolsterte Tasche schützt zusätzlich beim Transport in den Kellerraum.
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Der Neustart im Frühjahr

Sobald die Badesaison wieder beginnt, gehst du in umgekehrter Reihenfolge vor:

  1. Akku vollständig auf 100 % aufladen, bevor der Roboter wieder ins Wasser darf.
  2. Filterkorb wieder einsetzen und auf Beschädigungen durch die Lagerung prüfen.
  3. Bürsten und Antriebsräder kontrollieren — nach Monaten Standzeit zeigen sich Verschleißerscheinungen oft erst beim ersten Einsatz. Details zu Wechselintervallen findest du in Poolroboter Ersatzteile.
  4. Kabel auf Risse oder Knicke prüfen, bevor du den Roboter ins Becken gibst.

Zeigt der Akku nach der Winterpause Anzeichen eines Defekts — etwa eine Wölbung, ungewöhnliche Wärmeentwicklung, einen unangenehmen Geruch oder er lädt einfach nicht mehr — solltest du ihn keinesfalls selbst öffnen oder weiter laden. In dem Fall gehört er in die Hände des Herstellers oder eines Fachbetriebs, wie auch unser Ratgeber Poolroboter reparieren für andere Defekte empfiehlt.

Für wen lohnt sich welcher Aufwand?

Fazit

Die Winterlagerung ist der am häufigsten unterschätzte Faktor für die Lebensdauer eines Poolroboters — vor allem beim Akku. Entscheidend sind drei Dinge: ein Ladezustand zwischen 40 und 80 % statt komplett leer oder voll (die genaue Zahl variiert je nach Hersteller), eine Lagertemperatur zwischen 7 und 30 °C, und ein trockener, frostfreier Ort ohne direkte Sonne. Wer diese drei Punkte beachtet und den Akku alle paar Monate kurz prüft, startet im Frühjahr mit einem Gerät, das noch die volle ursprüngliche Kapazität hat.