Der WYBOT S3 taucht in unserem WYBOT-Markenüberblick bislang nicht auf, weil er ein komplett neues Flaggschiff-Segment für die Marke eröffnet: Statt wie S1 und C2 Vision “nur” Boden, Wand und Wasserlinie zu reinigen, dockt der S3 nach jedem Durchgang selbstständig an und entleert sich sogar selbst. Quick Answer: Der WYBOT S3 ist ein Premium-Poolroboter mit automatischer Selbstentleerung (10-Liter-Landstation), 3D-Poolkartierung über 36 Sonar-Sensoren und optionaler Solar-Zusatzladung. Die UVP liegt laut otto.de bei 3.999 €, real ist er dort aber bereits ab rund 2.499 € erhältlich (~38 % Rabatt). netzwelt.de bewertete ihn in einem Vergleichstest 2026 mit der Note 2,3 — stark auf offenen Flächen und an der Wasserlinie, aber mit Schwächen in Ecken und Flachwasserbereichen, wo er laut Test nicht ganz an den Testsieger heranreicht.

WYBOT S3 im Überblick

EigenschaftWYBOT S3
ReinigtBoden + Wände + Wasserlinie, inkl. automatischer Andock-Entleerung
AntriebAkku (7.800 mAh) + Solar-Zusatzladung
Navigation3D-Kartierung über 36 Sonar-Sensoren + Gyroskop/IMU
Laufzeitca. 3 Std. pro DC-Ladung, zusätzlich ca. 1,5 Std. per Solar (laut Hersteller)
Selbstentleerung3-Liter-Roboterbehälter → 10-Liter-Landstation, Leerungs-Intervall ca. 30 Tage
Max. Poolgröße20–300 m², Tiefe 50 cm–3 m (laut Hersteller)
Gewicht9,6 kg Roboter + 5,6 kg Dockingstation
Testnote2,3 (netzwelt.de Vergleichstest 2026)
PreisUVP 3.999 €, real ab ca. 2.499 € bei Otto (Stand Oktober 2026)

WYBOT S3

Selbstentleerung + 3D-Kartierung · UVP 3.999 €, real ab ca. 2.499 €
  • Dockt nach jedem Reinigungsdurchgang automatisch an und entleert den Schmutzbehälter selbstständig in eine 10-Liter-Landstation.
  • 36 Sonar-Sensoren kartieren den Pool beim ersten Einsatz digital, statt zufällig zu fahren.
  • Solarpanel liefert laut Hersteller unter optimalen Bedingungen zusätzlich rund 1,5 Stunden Laufzeit.
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Selbstentleerung — das eigentliche Verkaufsargument

Während sich bei praktisch jedem anderen Modell in unserem Vergleich — vom günstigen WYBOT A1 bis zum kamerabasierten WYBOT C2 Vision — der Schmutzbehälter irgendwann von Hand entleeren lässt, übernimmt das beim S3 die Dockingstation selbst: Der Roboter fährt nach dem Reinigungsdurchgang automatisch zur Landstation, presst seinen 3-Liter-Behälter in einem rund 100-sekündigen Zyklus in den 10-Liter-Sammelbehälter der Station und ist danach sofort wieder einsatzbereit. Laut Hersteller reicht das für rund 30 Tage bzw. 8 Reinigungszyklen, bevor der große Sammelbehälter selbst geleert werden muss.

Die Navigation dahinter basiert auf 36 Sonar-Sensoren plus Gyroskop und einer IMU (Inertial Measurement Unit), die beim ersten Einsatz eine digitale 3D-Karte des Pools erstellen — ähnlich dem Prinzip, das bereits der WYBOT C2 Vision mit seiner Kamera-Navigation verfolgt, nur ohne Kamera und mit deutlich mehr Sensoren.

Was die unabhängigen Tests wirklich zeigen

So beeindruckend die Technik auf dem Papier klingt — zwei unabhängige deutsche Quellen relativieren das Bild. netzwelt.de vergab in einem Vergleichstest 2026 die Note 2,3 und lobte die Reinigung großer, offener Flächen sowie der Wasserlinie, stellte aber fest, dass der S3 nicht das beste Modell im Testfeld war: Bei der reinen Oberflächenreinigung erreichte er nicht das Niveau des Testsiegers. smart-home-fox.de ergänzt im eigenen Praxistest, dass der Roboter in Ecken und Flachwasserbereichen gelegentlich die Orientierung verlor und dort einen zweiten Reinigungsdurchgang benötigte.

Das deckt sich mit einem Hinweis, den auch unsere anderen Marken-Tests wie der WYBOT C2 Vision schon gezeigt haben: Komplexe Poolgeometrie mit Ecken und Stufen bleibt für sensorbasierte Navigation eine Herausforderung — unabhängig davon, ob die Navigation per Kamera oder per Sonar erfolgt. Der S3 löst also vor allem das Komfortproblem (Entleerung, Ladung, Einrichtung), nicht automatisch jedes Reinigungsproblem.

Solar-Ladung: nützlicher Zusatz, kein Ersatz

Das Solarpanel der Dockingstation liefert laut Hersteller unter optimalen Bedingungen rund 1,5 Stunden zusätzliche Laufzeit — gegenüber den rund 3 Stunden, die eine volle DC-Ladung bringt, ist das ein deutlich kleinerer Zusatznutzen als die Marketing-Nennung von “Solar- und DC-Ladeoptionen” zunächst vermuten lässt. Bei Bewölkung oder während der kühleren deutschen Monate dürfte der tatsächliche Solarertrag noch niedriger ausfallen. Dasselbe Muster zeigt unser Ratgeber zu solarbetriebenen Oberflächenrobotern: Auch dort ersetzt Solarstrom den Akku nie vollständig, sondern verlängert ihn nur unter guten Lichtbedingungen.

Für wen lohnt sich der WYBOT S3?

Fazit

Der WYBOT S3 ist das bislang aufwendigste Gerät in unserem gesamten Vergleich — und das einzige mit echter Selbstentleerung. Das löst ein reales Komfortproblem, das sonst niemand im Testfeld adressiert. Unabhängige Tests zeigen aber auch: Bei der reinen Reinigungsleistung ist der S3 nicht automatisch das beste Gerät, und in Ecken oder Flachwasserbereichen hat er dieselben Navigationsgrenzen wie andere sensorbasierte Modelle. Wer vor allem Komfort und seltene manuelle Eingriffe sucht und einen großen, eher einfach geformten Pool hat, bekommt hier ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Wer dagegen primär maximale Reinigungsleistung pro Euro will, findet in unserem Testsieger-Vergleich günstigere Alternativen mit ebenbürtiger oder besserer Oberflächenreinigung.

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